Hund kaufen – aber wo?

Keine Wühltischwelpen – so einfach ist das nicht!

Natürlich kaufen wir Hundefreunde keine Hunde aus ominösen Kleinanzeigen, womöglich noch zu Dumpingpreisen. Halt! So einfach ist das nicht. Gerade zu Corona-Zeiten mit umfassenden Kontaktbeschränkungen macht es Hundefreunden sehr schwer, einen Welpen aus seriöser Herkunft zu finden und unseriöse Händler haben längst dazugelernt. Doch das ist noch nicht alles. Mit Corona haben sich regelrechte Verbrechensstrukturen rund um die massenhafte Hundevermehrung entwickelt. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen.

Als Hundefreunden bewusst wurde, dass Dumpingpreise ein Hinweis auf einen unseriösen Anbieter sind, haben die Hundevermehrer die Welpenpreise drastisch erhöht.

Ein hoher Preis ist kein Hinweis auf einen seriösen Anbieter! Massenhafte Hundevermehrung ist zwar auch nicht erlaubt, die Strafen sind aber ein Witz in Anbetracht des Elends, dass die Vermehrer verursachen. Das hat dazu geführt, dass selbst Drogenhändler „umsatteln“ und auf das weiterhin lukrative Geschäft setzen. Welpen lassen sich auf kleinem Raum für sehr wenig Geld „produzieren“. Für den Vermehrer ist nur wichtig, dass der Welpe möglichst früh lebendig beim Käufer ankommt. Was danach passiert, interessiert ihn nicht. Diese Entwicklung ist eine Katastrophe für die Hunde und natürlich auch für die Menschen, die gutgläubig viel Geld für einen Welpen ausgeben und ein todkrankes Tier mit nach Hause nehmen.

Und jetzt?

Absoluten Schutz gibt es nicht! Es bleiben nur zwei Möglichkeiten. 1. Ein ordentlich geführtes Tierheim in der Nähe. Dort wird es wahrscheinlich keine Welpen geben und falls doch, ist die Zahl der Bewerber hoch, aber zumindest dürfen Hundefreunde ihren zukünftigen Mitbewohner erst einmal kennenlernen und sich beraten lassen. Bedenke: Ein Welpe ist zwar niedlich, macht aber auch wirklich viel Arbeit. Selbst erfahrene Hundehalter sind immer wieder überrascht, wie hoch der Aufwand bei der Betreuung und Erziehung eines Hundewelpen ist. Ein erwachsener Hund, der möglichst gut sozialisiert ist und eine neue Chance bekommt, kann in einem liebevollen Umfeld wieder richtig aufblühen und zu einem tollen Begleiter werden.

 

2. Ein seriöser Züchter aus der Region. Natürlich wurden auch seriöse Züchter mit Anfragen nach Welpen überrannt – und werden es immer noch.  Es gibt also viel mehr Interessenten als Welpen. Züchter besonders beliebter Rassen bekommen mitunter dermaßen viele Anfragen, dass manche berichten, gar nicht mehr antworten zu können. So groß ist der Ansturm. Nur ein kleiner Kreis schafft es in die engere Auswahl und ein noch kleinerer bekommt dann wirklich einen Welpen.

 

Doch das ist leider noch nicht alles! Irgendwann ist der Markt mit Hunden gesättigt. Nicht jeder, der sich einen Hund angeschafft hat, wird ihn behalten können oder wollen. Erst recht nicht, wenn die Zeit des Homeoffice endet, spätestens aber, wenn Urlaubsreisen wieder möglich sind. Die Tierheime warnen seit Monaten vor dem was dann kommt, denn sie selbst werden die vielen Tiere nicht aufnehmen können.

FAQ – Ich suche einen Hund

Ich habe mir die Anschaffung eines Hundes gut überlegt – wie ist der nächste Schritt?

Sprich mit Hundehaltern, die du kennst oder die dir sympathisch sind, weil ihr Hund gesund und gut erzogen ist und frage, wie sie an ihren Hund gekommen sind. Möglicherweise erhältst du so einen Tipp, der dir weiterhilft. Ruf im örtlichen Tierheim an und lass dich beraten. Auch Tierschutzvereine sind gute Ansprechpartner.

Ich bin nicht sicher, was die Zukunft bringt, aber ich hätte so gern einen Hund!

Hast du mal darüber nachgedacht, dir einen Hund mit jemandem zu „teilen“? Frag mal beim örtlichen Tierschutzverein nach und biete Hilfe an, falls jemand seinen Hund zeitweise nicht mehr versorgen kann. Das können auch ältere Hundehalter sein, die heilfroh sind, wenn jemand mit dem Hund Gassi geht. So kannst du dich langsam an ein Leben als Hundehalter herantasten.

Mit dem Hund ins Büro?

Es gibt Arbeitgeber, die den Hund am Arbeitsplatz zulassen. Solche Zusagen können aber auch zurückgenommen werden, weil sich die Rahmenbedingungen ändern. Das kann ein allergischer Mitarbeiter sein. Es ist aber auch leicht nachvollziehbar, dass der Arbeitgeber nicht dulden kann, dass gleich mehrere Hunde durchs Büro toben. Eine Zusage ist dennoch natürlich eine tolle Option.

Sind Hundepensionen eine Option?

Jein! Eine gute Hundepension ist eine großartige Einrichtung. Schau dir die Angebote an, informiere dich genau und vereinbare einen Probeaufenthalt. Seriöse Hundepensionen bestehen sowieso darauf. Natürlich sollte dein Hund nicht dort „abgestellt“ über etliche Stunden auf dich warten müssen, sondern mit Artgenossen spielen dürfen. Das setzt voraus, dass dein Hund sozialverträglich ist. Eine läufige Hündin wirst du folglich auch nicht abgeben können. Gute Hundepensionen sind Gold wert und eine Riesenerleichterung. Dann holst du am Abend einen glücklichen Hund ab, der einen schönen Tag erlebt hat. Aber: Billig sind solche Pensionen nicht. Wenn du schon vor der Anschaffung deines Hundes weißt, dass du eine Hundepension brauchst, informiere dich vorher über die Preise.

 

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